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Landtag

FDP kürt Claudia Felden zur Landtagskandidatin

Foto: Heinzmann
Foto: Heinzmann

St. Leon-Rot. (HCE) „Sie ist seit vielen Jahren für die FDP in Leimen und im Rhein-Neckar-Kreis aktiv, sie erledigt ihre Arbeiten bestens und ist durch-und-durch zuverlässig – sie ist unser bestes Pferd im Stall - ich unterstütze ihre Kandidatur“, erklärte Walldorfs Alt-Bürgermeister Dr. Jürgen-Criegee und meinte damit seine Parteifreundin Claudia Felden, die sich auf der Wahlkreiskonferenz im Harres in St. Leon-Rot um die Kandidatur im Wahlkreis 37 (Wiesloch und weitere neun Gemeinden) bewarb und von den Delegierten ebenso einstimmig zur FDP-Kandidatin bei der Landtagswahl Baden-Württemberg am 27. März 2011 gewählt wurde wie St. Leon-Rots Bürgermeister Alexander Eger als Ersatzkandidat.
Die mit zahlreichen Formalien verbundene Kür der Kandidaten wurde unter Leitung des FDP-Kreisvorsitzenden Dr. Gunther Zimmermann durchgeführt, und dabei ging es auch im die Wahl von Vertrauensleuten sowie zwei Mitgliedern, die eidesstattlich versichern müssen, dass die Wahl geheim und ordnungsgemäß verlaufen ist. Zimmermann wies auf das exemplarische Engagement von Claudia Felden für ihre eigene Gemeinde Leimen wie auch für den FDP-Kreisverband hin. Bereits bei ihrer ersten Landtagskandidatur 2006 habe sie das FDP-Ergebnis auf 9,8 steigern können. Der Kreisvorsitzende wies besonders auf zwei Wahlen hin, „die Claudia Feldens große Popularität in Leimen und Anerkennung für ihre jahrelange Arbeit für Leimens Bevölkerung beweisen“: bei den Kommunalwahlen im Juni 2009 habe sie mit 7.764 Stimmen das weitaus höchste Ergebnis aller Kandidaten erhalten. Obwohl das Gesamtergebnis für die CDU mit 28,6 Prozent verglichen zu den 15 Prozent der Liberalen fast doppelt so hoch war, hätte der CDU-Spitzenkandidat lediglich 5.610 Stimmen erhalten. Und ebenso beispielhaft sei ihr Erfolg bei der OB-Wahl im April 2008 gewesen, als sie im zweiten Jahrgang viele Stimmen der der anderen Parteien auf sich vereinigen konnte und mit bemerkenswerten 46% dem Amtinhaber nur knapp unterlegen war.
Und Dr. Heinz Bahnmüller, Vorsitzender der seit Juni 2009 auf neun Mitglieder angewachsenen FDP-Kreistagsfraktion, lobte Feldens Einsatz im Kreistag, wo sich in kurzer Zeit bereits einen Namen gemacht haben, insbesondere in ihren drei wichtigsten Themenbereichen, der Familien-, Finanz- und Wirtschaftspolitik, deren Schwerpunkte sie im Einzelnen ausführte. Nicht nur in Hinblick auf die demographische Entwicklung unserer Gemeinden „wird die Familienpolitik immer mehr zum wichtigen Standortfaktor“, so Felden. Dabei gehe es um ausreichende und familienfreundliche Kinderbetreuungseinrichtungen, wozu teilweise auch Umstrukturierung der Gemeindefinanzen erforderlich sei. Mit ihrer Forderung des letzten Wahlkampfes nach flächendeckender Sprachstandsdiagnose im vierten Lebensjahr um für ausreichende Deutschkenntnisse bei Schulbeginn habe man bei der derzeitigen Umsetzung bereits positive Erfahrungen gemacht. Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise seien auch im Land „alle Hemmungen zur Neuverschuldung gefallen“. Gebot der Stunden seien im Land, im Kreis und in den Kommunen „Rückkehr zum Sparen mit klarer Aufgaben- und Ausgabenkritik“. Zu den Hauptproblemen der Unternehmer gehörten „Bürokratie und Regulierungswut“; wobei sie zur Erheiterung der Zuhörer einige Beispiele nannte.
Ebenso einstimmig wie für Felden verlief auch die Kür ihres Ersatzkandidaten Alexander Eger (verheiratet, drei Kinder), der seit zwölf Jahren Bürgermeister in St. Leon-Rot ist. Selbst im liberalen Stammland um Reutlignen aufgewachsen, „fühle ich mich der FDP eng verbunden“, erklärte Eger, der inzwischen auch offiziell der FDP beigetreten ist und für sie seit Juni 2009 der liberalen Kreistagsfraktion angehört. Besonders nach den für die Liberalen in vielen Gemeinden hervorragendem Ergebnis in den Kommunalwahlen, aber auch bei der letzten Bundestagswahl, „erwarte ich für Claudia Felden ein Ergebnis, das für ein Landtagsmandat reicht“, erklärte Eger, der als Hausherr in den gemeindeigenen Harres eingeladen hatte.
Zusammen mit Eger geht Felden voller Optimismus in den Wahlkampf. 2006 hätten ihr rund 1000 Stimmen zum Erfolg gefehlt; heute hätten die Liberalen viele neue Mitglieder, die FDP sei präsenter in der Fläche, wo „viele weiße Flecken inzwischen blau-gelb sind“. Als Nachteil für den Landtags-Wahlkreis 37 mit den Gemeinden Dielheim, Leimen, Malsch, Mühlhausen, Nußloch, Rauenberg, Sandhausen, St. Leon-Rot, Walldorf und Wiesloch sehen Felden und Eger die durch den Wahlkreis verlaufende Pressegrenze, welche die RNZ in zwei Gebiete teilt.
Zur Person: Claudia Felden
Wohnhaft in Leimen, verh., 3 Kinder, 1960 in Mannheim geboren, dort 1980 Abitur, 1987 Diplom-Wirtschaftsmathematikerin Uni-Ulm, seit 1994 Mitarbeit im Familienbetrieb Computerservice Felden, seit 1999 Mitglied des Prüfungsausschusses der Berufsakademie Mannheim, Ausbildungsbereich Wirtschaft, Fachrichtung Wirtschaftsinformatik Lehraufträge als Lehrbeauftragte an der Berufsakademie Mannheim in Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler, seit 1993 Schöffin am Verwaltungsgericht Karlsruhe
Politisches Engagement: 1988 Eintritt in die FDP; 1989-2000 Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Leimen; seit 1992 Schatzmeisterin des FDP-Kreisverbandes Rhein-Neckar; seit 1997 Mitglied im Landesfachausschuss Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucherpolitik der FDP; seit 1998 Mitglied im Landesfachausschuss Frauen der FDP; seit 1999 Schatzmeisterin des Landesverbandes der Liberalen Frauen Baden-Württemberg; seit 1999 Vorsitzende der FDP-Fraktion im Gemeinderat der Stadt Leimen; Bürgermeisterstellvertreterin; seit 2009 Kreistagsabgeordnete im Rhein-Neckar-Kreis.

Mitgliederversammlung vom 4. März

Neuer Vorstandsvorsitzender gewählt

Matthias Renschler führt künftig die Walldorfer FDP
Der Neue und der Alte 1. Vorsitzende
Der Neue und der Alte 1. Vorsitzende

In einer gut besuchten Mitgliederversammlung, bei der auch Altbürgermeister Dr. Criegee mit Gattin anwesend war, wählten die Liberalen letzte Woche den Walldorfer Rechtsanwalt Matthias Renschler einstimmig zum ersten Vorsitzenden. Steffen Hümmler, der den Ortsverband in den Vergangenen zwei Jahren geleitet hatte, kandidierte aus persönlichen Gründen nicht mehr für dieses Amt. So galt vor den anstehenden Neuwahlen des gesamten Vorstands zunächst ihm der Dank der Anwesenden. In einer schwierigen Lage habe er sich bereit erklärt, den Ortsverband zu führen, so Fraktionsvorsitzender Gunter Glasbrenner, und die hervorragenden Erfolge der FDP in Walldorf bei den Kommunal-, Kreistags-, Europa- und Bundestagswahlen seien zum guten Teil sein Verdienst. Kooperativ, einsatzfreudig und kompetent habe er das Amt geführt und könne mit
Stolz auf seine Arbeit zurückblicken. Man wünsche sich, dass er auch künftig im Vorstand mitarbeite. Steffen Hümmler bedankte sich seinerseits für die vielfältige Unterstützung, die er erfahren habe, vor allem bei der zweiten Vorsitzenden Margot Schleich, bei Schatzmeister Wolfgang Tschiersky und der Gemeinderatsfraktion. Nur so habe er das Amt, das ihm neben Stress auch Freude und Freunde gebracht habe, auch ausfüllen können.
Nach dem Kassenbericht und der einstimmigen Entlastung des Schatzmeisters folgten die Neuwahlen des gesamten Vorstands, bei denen also Matthias Renschler zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Da auch Margot Schleich, die dieses Amt fast 25 Jahre innehatte, nicht mehr als zweite Vorsitzende zur Verfügung stand, wurde Steffen Hümmler, der nochmals ihre Verdienste hervorhob und sie um weitere Unterstützung bat, einstimmig zu ihrem Nachfolger gewählt.
Einstimmigkeit kennzeichnetet auch die Wahl der weiteren Mitglieder des Vorstands, sicher eine Folge der Zufriedenheit mit der bisherigen Arbeit und des Stolzes auf die Erfolge. So wurden
Wolfgang Tschiersky, der auch die Homepage betreut, als Schatzmeister und Adolf C. Nagel als Schriftführer in ihren Ämtern bestätigt. Margot Schleich, Klaus Engwicht, Willy Kachler, Andreas Schöpp und Horst Hennl komplettieren als Beisitzer den Vorstand.
von links: Matthias Renschler, Margot Schleich, Wolfgang Tschiersky, Dr. Günter Willinger, Steffen Hümmler und Gunter Glasbrenner
von links: Matthias Renschler, Margot Schleich, Wolfgang Tschiersky, Dr. Günter Willinger, Steffen Hümmler und Gunter Glasbrenner

Der neue Vorsitzende, Jahrgang 69, verheiratet, seit 2003 in Walldorf tätig und seit 2008 hier auch ansässig, bedankte sich abschließend für das Vertrauen und sprach die Hoffnung aus, dass er den Erwartungen gerecht werde. Dafür brauche er Unterstützung und die Geschlossenheit des Ortsverbandes mache ihn zuversichtlich. Als Mitglied des Vorstands des Kinderschutzbundes sehe er – selbst Vater zweier Kinder – einen Schwerpunkt seiner Ziele in der Förderung von Jugend und Familie, als Mitglied des Gewerbevereins werde er sich für den Mittelstand einsetzen, als Mitglied der Lions stehe er für soziale Verantwortung in der Gesellschaft. Für das neue Amt, das neben der beruflichen Belastung doch eine beträchtliche Bürde sei, hält er sich mit Squash und Joggen fit, er hoffe, das helfe auch in stressigen Tagen.
Eine intensive Diskussion um die Frage der Drehscheiben-bebauung schloss sich an, in der die Haltung der FDP- Fraktion gebilligt und verschiedene Fragen und Eventualitäten erörtert wurden.
Beschluss war, dass die FDP auf das Stellen von Info-Ständen zum Bürgerentscheid verzichten wird. Im Vertrauen auf die Urteilskraft der Bürgerinnen und Bürger, einem wesentlichen Merkmal liberalen Denkens, konnte Renschler eine gelungene Mitgliederversammlung schließen.
hohe

Bildung

Pinkwart: Zurückdrehen der Reformen wäre gefährlich

FDP-Bundesvize Andreas Pinkwart hat im Interview mit der "Zeit" davor gewarnt, die Reformen der vergangenen Jahre in der Bildungspolitik rückgängig zu machen. Maßvolle Studiengebühren und Stipendiensysteme dienten dazu, den Bildungsstandort Deutschland konkurrenzfähiger zu machen. Ein "Zurückdrehen" hält der ehemalige NRW-Wissenschaftsminister für "gefährlich".

Arbeitsmarkt

Konjunktur und Arbeitsmarkt beflügeln sich gegenseitig

Die Erholung am Arbeitsmarkt geht weiter. Im Juli 2010 waren mit 3,19 Millionen rund 271.000 Menschen weniger ohne Arbeit als im Vorjahr. "Konjunkturelle Erholung und bessere Lage am Arbeitsmarkt beflügeln sich gegenseitig", freut sich Wirtschaftsminister Rainer Brüderle. Er ist zuversichtlich, dass zum Jahresende sogar die Drei-Millionen-Marke unterschritten werden kann. In Zukunft könnte eher der Fachkräftemangel zum Problem werden, so Brüderle.

Justiz

Mehr Sicherheit durch elektronische Fußfessel

Mehr Schutz für die Bürger: Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger will die Sicherungsverwahrung reformieren. Dieses schließe Lücken im Rechtssystem und schaffe mehr Sicherheit. Ihr Staatssekretär Max Stadler kündigte in den ''Tagesthemen'' an, dass aus der Sicherungsverwahrung entlassene Straftäter künftig per elektronischer Fußfessel überwacht werden sollen.

Das aktuelle Interview

Wachstumsbeschleunigungsgesetz war goldrichtig

FDP-Parteichef und Bundesaußenminister Guido Westerwelle sieht im aktuellen wirtschaftlichen Aufschwung die Politik der Bundesregierung bestätigt. Durch das Wachstums- beschleunigungsgesetz, welches die christlich-liberale Koalition Anfang des Jahres auf den Weg gebracht hat, seien die Familien entlastet und der Mittelstand gestärkt worden. "Das war nicht nur wichtig in der Sache, sondern auch goldrichtig vom Zeitpunkt her", erklärte er im RTL-Sommerinterview.



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