Fußverkehrskonzept
In der letzten Sitzung des Gemeinderats wurde der Abschlussbericht des Fußverkehrskonzeptes vorgestellt. Hierzu hielt unser FDP-Stadtrat Günter Lukey folgende Stellungnahme:
„Gehen ist die natürlichste und ursprünglichste Form der Fortbewegung des Menschen. Als alltägliche Mobilitätsform steht es für Selbstbestimmung, soziale Teilhabe und unmittelbare Begegnung im öffentlichen Raum. Eine wirksame Förderung des Fußverkehrs beginnt demnach mit der Belebung des öffentlichen Raums: durch kurze Wege, attraktive Angebote auf Augenhöhe, Begrünung, Sicherheit, einladende Aufenthaltsbereiche sowie die konsequente Reduzierung von Lärm- und Luftbelastungen.
Zu Fuß Gehende zählen im Straßenverkehr zu den besonders gefährdeten Gruppen. Kinder und ältere Menschen sind überdurchschnittlich häufig zu Fuß unterwegs und benötigen daher besondere Aufmerksamkeit. Infrastruktur und Verkehrsführung müssen konsequent sicher, übersichtlich und barrierefrei gestaltet sein. Wer zudem mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl unterwegs ist, erfährt unmittelbar, wie unterschiedlich Mobilität erlebt wird – und wie schnell selbstständige Teilhabe eingeschränkt sein kann.
Der Fußverkehr braucht ein engmaschiges Wegenetz, sichere, barrierefreie Querungshilfen, Wege und Flächen ohne Nutzungskonflikte, sowie eine Gestaltung, die Sicherheit und Aufenthaltsqualität gleichermaßen berücksichtigt und gewährleistet.
Unser Dank gilt dem Stadtbauamt, allen voran Herrn Tisch und Herrn Konrad, der Planersocietät Dortmund/ Karlsruhe sowie den zahlreichen Walldorfer Bürgerinnen und Bürgern, die sich durch ihre Beiträge engagiert in die Erarbeitung des Fußverkehrskonzepts für Walldorf eingebracht haben. Besonders positiv sehen wir die Rückmeldungen zur Umgestaltung der vorderen Hauptstraße („der Sommerstraße“). Sie zeigen deutlich, wie wichtig es ist, die Verkehrswege unserer Stadt ganzheitlich und im Sinne aller Verkehrsteilnehmenden weiterzuentwickeln.
Wie in der Vorlage ausgeführt, handelt es sich um ein dynamisches Konzept, das regelmäßig überprüft, fortgeschrieben und weiterentwickelt werden muss. Eigentlich dürfte es deshalb keinen Abschlussbericht geben.
Wir stimmen dem Abschlussbericht zum Fußverkehrskonzept Walldorf trotzdem zu.“