Interimslösung Schulzentrum
Vor der Sommerpause wurde im Gemeinderat die Interimslösung für das Schulzentrum beschlossen. Hierzu hielt unsere FDP-Fraktionsvorsitzende Paula Glogowski folgende Stellungnahme:
„Wir werden dem Beschlussvorschlag heute so, wie er vom TUPV empfohlen wurde, zustimmen.
Die Kosten für die notwendige Interimslösung sind ohne Frage hoch. Wir danken daher der Verwaltung ausdrücklich, dass sie sich noch einmal intensiv mit möglichen Einsparpotenzialen beschäftigt und verschiedene Varianten sorgfältig geprüft hat. Wir haben all diese Möglichkeiten in der Fraktion intensiv und auch kontrovers diskutiert und sind schlussendlich zu der Entscheidung gekommen, dass die möglichen Einsparungen letztlich mit deutlichen Einbußen bei der Nutzerfreundlichkeit und der Barrierefreiheit verbunden wären. Für uns stehen die möglichen Einsparpotenziale unterm Strich daher in keinem ausgewogenen Verhältnis zu den Einschnitten, die sie im Schulalltag bedeuten würden. Wir sind uns denke ich einig: Wir brauchen keinen Schnickschnack, aber wir brauchen ein solides, funktionales Gebäude, das den Anforderungen des Schulalltags über mehrere Jahre hinweg gerecht wird. Vielleicht klingt es auf kurze Sicht erstmal gut, auf einen Aufzug, Aufenthaltsflächen oder auf größere Raumhöhen zu verzichten, aber am Ende würden wir bei der Barrierefreiheit und einer langfristigen Nutzbarkeit sparen. Deshalb halten wir den vorgeschlagenen Weg für richtig und werden diesem zustimmen. Ja, die Investition ist wie gesagt hoch. Aber wir dürfen sie nicht ausschließlich auf die geplante Nutzungsdauer von ca. 6-8 Jahren am Schulzentrum reduzieren, denn der große Vorteil dieser Containeranlage besteht ja gerade darin, dass die Gebäudeteile anschließend an einem anderen Standort weiter genutzt oder – falls sie von der Stadt nicht mehr benötigt werden – weiterverkauft werden können. Dadurch verbessert sich die Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus erheblich.
Wir sehen es als unsere Aufgabe, Bedingungen zu schaffen, die konzentriertes Lernen und Arbeiten ermöglichen und wir brauchen auch ausreichend Aufenthaltsflächen, denn es wird Schülerinnen und Schüler geben, die einen erheblichen Teil ihrer Schulzeit in diesen Räumen verbringen werden und auch die Lehrkräfte werden dort täglich viele Stunden ihres Arbeitsalltags verbringen. Es braucht daher ausreichend große Klassenräume ebenso wie einen wirksamen Hitzeschutz, den wir hier über die Deckenkassetten erreichen. Gerade angesichts der immer häufigeren und längeren Hitzeperioden ist das aus Sicht meiner Fraktion keine Komfortfrage mehr, sondern eine Voraussetzung für gutes Lernen und Arbeiten. Wir begrüßen die Entscheidung für eine Wärmepumpenlösung ohne Anbindung an das Blockheizkraftwerk, denn die Module sollen nach ihrer Nutzung am Schulzentrum wie gesagt an anderer Stelle weiterverwendet werden können. Eine eigenständige technische Lösung erhöht diese Flexibilität und macht somit eine spätere Nachnutzung einfacher.
Wir möchten uns außerdem bei der Verwaltung noch dafür bedanken, dass die Planungen in enger Abstimmung mit den beiden Schulen erfolgt sind. Das war schon bei der Standortwahl für das Interimsgebäude so und hat sich auch im weiteren Planungsprozess fortgesetzt. Uns ist es sehr wichtig, dass solche Entscheidungen nicht einfach am Schreibtisch beziehungsweise hier im Rund getroffen werden, sondern in Absprache mit denjenigen, die die Räume später täglich nutzen werden. Daher ein Dank für den engen Austausch mit den Schulleitungen.
Wir denken, dass wir mit der vorgeschlagenen Variante gute Bedingungen für die Zeit der Sanierung am Schulzentrum schaffen werden und gleichzeitig in Module investieren, die anschließend auch aus wirtschaftlicher Perspektive sinnvoll weiter genutzt werden können. Wir stimmen daher dem Beschlussvorschlag zu.“