Sanierung der Schwetzinger Straße: Betroffene müssen zeitnah eingebunden und umfassend informiert werden
Die Sanierung des zweiten Bauabschnitts der Schwetzinger Straße wir im Herbst 2026 starten. Die Notwendigkeit der Maßnahme ist aus unserer Sicht unstrittig, denn die Straße und vor allem die unterirdische Infrastruktur befindet sich in einem Zustand, der eine grundlegende Erneuerung erforderlich macht. Gleichzeitig ist klar, dass eine solche Baumaßnahme für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner sowie insbesondere für die ansässigen Gewerbebetriebe erhebliche Herausforderungen mit sich bringt.
Vor diesem Hintergrund hat sich unsere Vorsitzende Vera Pfirmann zusammen mit der FDP-Fraktion mit dem Geschäftsführer des Hotels Astralis getroffen, der um ein Treffen gebeten hatte, um über die Auswirkungen der geplanten Sanierung zu sprechen und konkrete Anliegen einzubringen.
Ein Thema im Gespräch war die zu erwartende Lärmbelastung während der Bauphase. Gerade für einen Hotelbetrieb können Bauarbeiten in den frühen Morgenstunden eine erhebliche Beeinträchtigung darstellen. Aus unserer Sicht sollte daher geprüft werden, ob wenigstens an Wochenenden spätere Arbeitsbeginnzeiten möglich sind. Davon würden nicht nur Hotelgäste, sondern auch die Anwohnerinnen und Anwohner profitieren.
Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Erreichbarkeit des Hotelparkplatzes. Während der Bauarbeiten wird die bisherige Zufahrt über die Schwetzinger Straße zeitweise nicht nutzbar sein. Für eine alternative Erschließung muss ein neuer Zufahrtsweg geschaffen werden, wodurch Stellplätze entfallen werden. Hier braucht es praktikable Lösungen in unmittelbarer Nähe, um den Hotelbetrieb nicht zu sehr zu belasten. Auf Nachfrage haben wir erfahren, dass von der Verwaltung bereits Gespräche über mögliche Lösungen geführt werden. Diese Bemühungen sollten nun konsequent fortgeführt und intensiviert werden, damit rechtzeitig vor Beginn der Bauarbeiten eine tragfähige Lösung gefunden werden kann.
Gerade für Hotels ist es wichtig, solche Anliegen ernst zu nehmen. Die Zufriedenheit der Gäste spiegelt sich heute unmittelbar in den Bewertungen auf Buchungs- und Reiseplattformen wider. Werden Aufenthalte durch Baulärm oder Einschränkungen negativ beeinflusst, kann dies zu schlechteren Bewertungen führen. Die wirtschaftlichen Folgen können dabei weit über die eigentliche Bauzeit hinausreichen. Umso wichtiger ist es, die Auswirkungen der Maßnahme auf die betroffenen Betriebe frühzeitig in den Blick zu nehmen und nach geeigneten Lösungen zu suchen.
Deutlich wurde im Gespräch außerdem, dass viele Fragen der Betroffenen bislang offen sind. Informationen wurden bisher vor allem über die öffentliche Berichterstattung bekannt. Zwar ist eine Informationsveranstaltung für Anwohner, Anwohnerinnen und betroffene Betriebe im Herbst vorgesehen, aber das ist aus unserer Sicht zu spät. Die Betroffenen haben - wie wir aus dem Gespräch deutlich mitnehmen konnten - bereits heute berechtigte Fragen, die frühzeitig aufgegriffen und beantwortet werden sollten.
Uns ist wichtig, die Sorgen und Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der Gewerbetreibenden ernst zu nehmen. Für viele Betriebe werden die Bauarbeiten mit wirtschaftlichen Belastungen verbunden sein. Ebenso benötigen die Anwohnerinnen und Anwohner in der Schwetzingen Straße und auch in den Straßen, die als Umleitungsstrecken vorgesehen sind, zeitnah verlässliche Informationen über die zu erwartenden Auswirkungen.
Wir werden die angesprochenen Punkte deshalb an die Verwaltung weitergeben. Wir erhoffen uns einen besseren Informationsfluss, einen früheren Dialog mit den Betroffenen und die Suche nach praktikablen Lösungen für die berechtigten Anliegen. Als FDP-Fraktion und FDP-Ortsverband stehen wir jederzeit für Gespräche zur Verfügung und bleiben an dem Thema dran.