Sommerfest im Astor-Stift: Schöne Begegnungen, aber sehr heiß!
Unsere Astorstiftungsrätinnen Paula Glogowski und Anja Rosker haben sich sehr gefreut, beim diesjährigen Sommerfest des Astor-Stifts dabei zu sein. So konnten sie mit Bewohnerinnen und Bewohnern und den Mitarbeitenden ins Gespräch kommen und gemeinsam ein schönes Fest feiern. Herzlichen Dank an das gesamte Team des Astor-Stifts für die Einladung und die liebevolle Organisation!
Neben den vielen schönen Gesprächen wurde jedoch erneut deutlich, wie dringend das Thema Hitzeschutz ist. Gerade in Pflegeeinrichtungen treffen immer häufiger auftretende Hitzeperioden auf besonders vulnerable Menschen. Die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts unterstreichen dies eindrücklich: Bereits bis Ende Juni wurden bundesweit rund 5.100 hitzebedingte Todesfälle geschätzt, wobei der weit überwiegende Teil auf Menschen über 75 Jahre entfällt.
Unsere FDP-Fraktion hat dieses Problem bereits vor einem Jahr aufgegriffen und einen Antrag in den Gemeinderat zur Grundsatzdebatte über den Einbau von Klimaanlagen in städtischen Gebäuden, in denen sich vulnerable Gruppen aufhalten, also v.a. Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen, eingebracht. Auf diese Initiative hin wurde im Februar beschlossen, die städtischen Gebäude systematisch auf Hitzebelastungen zu untersuchen, Temperaturmessungen durchzuführen und Maßnahmen für einen wirksamen Hitzeschutz zu entwickeln. Zusätzliche Messungen wären aus unserer Sicht nicht unbedingt notwendig gewesen, da die Leitungen und Mitarbeitenden ja bereits wissen, welche Räume von der Hitze besonders betroffen sind. Jetzt gilt es, schnell und konsequent zu handeln, damit den Beschlüssen aus dem Februar jetzt zügig Taten folgen.
Gesundheitsschutz und Klimaschutz dürfen dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden, denn beides gehört zusammen. Gerade in einem Pflegeheim, in dem viele ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen leben, muss der Schutz vor extremer Hitze oberste Priorität haben.
Auch beim geplanten Neubau des Pflegeheims halten wir es für notwendig, die vorgesehenen Kühlmaßnahmen noch einmal kritisch zu überprüfen. Die geplante Bodenkühlung ist sinnvoll, aber gleichzeitig muss ehrlich bewertet werden, ob sie an heißen Tagen mit Temperaturen deutlich über 30 Grad tatsächlich ausreicht oder ob ergänzende technische Lösungen erforderlich ist, um Bewohnerinnen, Bewohner und Mitarbeitende wirksam zu schützen.
Für uns ist klar: Wir dürfen uns bei diesem Thema nicht länger in Diskussionen verlieren. Die zunehmenden Hitzewellen zeigen, dass wir entschlossen handeln müssen. Wir werden das Thema weiterhin mit Nachdruck begleiten und uns dafür einsetzen, dass der Hitzeschutz in städtischen Einrichtungen konsequent umgesetzt wird.